Immer mehr Menschen ernähren sich vegan. Neben ethischen und ökologischen Gründen steht auch der Wunsch nach einer gesünderen Lebensweise im Vordergrund. Und tatsächlich kann eine vegane Ernährung dabei helfen, Körpergewicht und Bluthochdruck zu reduzieren und erhöhten Cholesterinwerten entgegenzuwirken. Somit kann eine vegane Ernährung dabei helfen, Volkskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs sowie Herzinfarkte und Schlaganfällen vorzubeugen.

Klingt ganz schön gesund – ist es meistens auch. Allerdings stecken viele Mikronährstoffe vorwiegend (oder manchmal sogar ausschließlich) in tierischen Lebensmitteln, weshalb VeganerInnen sie supplementieren sollten. Hier erfährst du, welche Nahrungsergänzungsmittel du als VeganerIn zu dir nehmen solltest.

 

Der Klassiker für VeganerInnen: Vitamin B12

Vitamin B12 kommt auf natürliche Weise ausschließlich in tierischen Produkten, etwa Fleisch, Fisch, Eigelb und Leber, vor. Zwar werden immer mehr vegane Lebensmittel (vor allem veganer Käseersatz) häufig mit Vitamin B12 angereichert. Möchtest du diese Produkte jedoch nicht oder nur in kleinen Mengen konsumieren, bist du mit einem Monopräparat, in dem nur B12 enthalten ist, gut beraten. 4 Mikrogramm reichen pro Tag für Erwachsene normalerweise aus, um den Bedarf zu decken.

Achtung: Pflanzliches Vitamin B12, das beispielsweise in Sauerkraut, Algen, Hefe oder Sanddorn enthalten ist, ist nicht vitaminwirksam und kann sogar die Körperrezeptoren für echtes Vitamin B12 blockieren! Hier ist der Griff zum Vitaminpräparat tatsächlich die gesündere Alternative – was natürlich nicht heißt, dass du kein Sauerkraut essen solltest!

Achte auf eine ausreichende Jodversorgung!

Die Jodversorgung ist schon bei Menschen, die sich mit Mischkost ernähren, oft verbesserungswürdig. Jod trägt unter anderem zu einer normalen Funktion der Haut, des Energiestoffwechsels und der Schilddrüse bei. Ein Mangel kann zu Nervenstörungen führen, allerdings sollte man auch nicht überdosieren, da es ansonsten zu Schilddrüsenüben veganen Lebensmitteln (abgesehen vom Jodsalz) kaum Jod enthalten ist, kann eine Nahrungsergänzung hier sinnvoll sein.

Da eine Überdosierung von Jod jedoch auch Schäden anrichten kann, ist vor der Einnahme eines Jodpräparats eine ärztliche Abklärung empfohlen.

 

Gerade für Veganerinnen: Eisen!

Frauen sind durch die Monatsblutung von Natur aus anfälliger für Eisenmängel als Männer. Da Eisen vor allem in rotem Fleisch vorkommt und die Bioverfügbarkeit von tierischem Eisen höher ist, sind Vegetarierinnen und Veganerinnen noch einmal gefährdeter, einen Eisenmangel zu erleiden.

Im Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchung kann der Eisenstatus unkompliziert erhoben werden. Im Falle eines Mangels kannst du mit Eisenpräparaten meist recht unkompliziert entgegenwirken.

Besonders gut wird Eisen in Kombination mit Vitamin C aufgenommen. Manchen Eisenpräparaten wird aus diesem Grund schon Vitamin C zugesetzt. Du kannst aber auch ein Monopräparat mit einem Stück Obst oder einem Glas Orangensaft einnehmen und hast denselben Effekt.

Achte darauf, dass du mindestens eine halbe Stunde Abstand zwischen dem Konsum von Milchprodukten, Kaffee oder schwarzem Tee und der Einnahme des Eisenpräparats lässt, da diese die Eisenaufnahme hemmen können.

 

Vitamin D3 im Winter

Im Sommer haben vegan lebende Menschen meist kein Problem mit Vitamin D, denn der Körper kann es durch Sonneneinstrahlung auf der Haut selbst synthetisieren. Wer sich während der Sommermonate regelmäßig draußen aufhält, hat meist nichts zu befürchten. In den kalten, lichtarmen Monaten kommt es jedoch bei vielen Menschen zu einem Mangel, der ebenfalls gut über eine Blutuntersuchung entdeckt werden kann.

Vitamin D kann auch über die Nahrung zugeführt werden, allerdings kommt es vor allem in fettreichen Seefischen in ausreichenden Mengen vor, in pflanzlichen Lebensmitteln so gut wie gar nicht. Vor allem Vitamin D3 sollte von VeganerInnen daher in den Wintermonaten supplementiert werden – am besten in Kombination mit Vitamin K2, da dieses die Aufnahme erhöht.

 

Calcium für gesunde Knochen

VeganerInnen weisen manchmal zudem verringerte Calciumwerte auf, die durch den Verzicht auf Milchprodukte zustande kommen. Calcium ist zwar auch in pflanzlichen Lebensmitteln (etwa Grünkohl, Brokkoli, Rucola oder Haselnüssen) zu finden, jedoch sind in diesen oft auch andere Stoffe enthalten, die die Calciumaufnahme behindern, etwa Oxalsäure oder Phytinsäure.

Calcium aus Milchprodukten ist besser verwertbar. Als VeganerIn kannst du aber auf calciumhaltige Mineralwässer oder eben Calciumpräparate zurückgreifen.

Achtung: Die beste Calciumversorgung nützt nicht viel, wenn ein Mangel an Vitamin D vorliegt – also auf jeden Fall den Vitamin-D-Status checken lassen!

 

Fazit

Ja, es klingt ein bisschen so, als würden bei einer veganen Ernährung einige Nährstoffe zu kurz kommen. Bei einer ausgewogenen Ernährung kannst Du allerdings alles abdecken, was dein Körper benötigt. Und falls Dir das zu anstrengend ist das alles mitzurechnen, dann ist unsere Auswahl an veganen Nahrungsergänzungsmitteln genau das Richtige für Dich. Eine pflanzliche Kost bedeutet nicht automatisch Mangelerscheinungen! Lass gerade als VeganerIn am besten regelmäßig deinen Nährstoffstatus checken, so kannst du einem eventuellen Mangel ganz gezielt entgegenwirken – und dann hast du auch nichts zu befürchten!

Von Soullife Team

Teilen:

Gerade zu Ihrer Wunschliste hinzugefügt:
Meine Wunschliste
Sie haben dieses Produkt gerade in den Warenkorb gelegt:
Warenkorb